Wasserkuppe
Berg der Flieger und höchster Berg Hessens
und der Rhön
Die
Wasserkuppe ist mit 950 Metern Höhe über dem Meeresspiegel
der höchste Berg Hessens und der Rhön. Doch nicht nur die
Höhe der Wasserkuppe sondern auch eine bewegte Geschichte
rund um die Wasserkuppe machen den Berg zu einer besonderen
Attraktion in Hessen und der Rhön. Geschichtliche Bedeutung
hat die Wasserkuppe vor allem im Zusammenhang mit der
Erfindung des Segelfluges aber auch zum Beispiel aufgrund
ihrer strategischen Bedeutung zur Zeit des Kalten Krieges.
Auch aktuelle Sport- und Freizeitmöglichkeiten rund um
den Gipfel machen die Wasserkuppe zu einem der beliebtesten
Ausflugsziele in Hessen und der Rhön.
Die Rhön und speziell die Region
rund um die Wasserkuppe hat sich in den letzten Jahrzehnten
zu einer beliebten Urlaubs- und Erholungsregion entwickelt.
Zahlreiche Hotels, auch Wellness-Hotels, Ferienhäuser,
Pensionen, Campingplätze und auch private Ferienwohnungen
stehen in der Region zur Auswahl und bieten auch ein
attraktives Preis-Leistungsverhältnis. Eine große Auswahl an
Übernachtungsmöglichkeiten und Unterkünften in der Rhön gibt
es auf den Seiten von www.rhoentourist.de
Die Wasserkuppe ist die
Geburtsstätte des modernen Segelfluges. Kein Wunder dass
also direkt auf den Höhen der Wasserkuppe das
Deutsche
Segelflugmuseum umgeben von Flugplatz, Flugschulen und
Hangars beheimatet ist. Doch wie und wann hat alles
begonnen? Der Segelflug wurde Anfang des 20. Jahrhunderts
auf der Wasserkuppe erfunden. Flugpioniere der Technischen
Hochschule Darmstadt führten zwischen 1911 und 1914
zahlreiche Gleitflüge auf der Wasserkuppe durch.
Flughistorische Ereignisse wie der Weltrekord 1912 von Hans
Gutermuth auf der F.S.V.X, der erste bemannte Raketenflug
der Welt von Fritz Stamer, Martens Rekordflug auf dem Vampyr
oder der Flug eines der ersten funkferngesteuerten
Flugmodelle fanden hier statt. Der
eigentliche Durchbruch des Segelflugs und ausschlaggebender
Punkt für seine konsequente Weiterentwicklung war schließlich
der verlorene Erste Weltkrieg mit der Konsequenz, dass der
motorisierte Flug in Deutschland verboten wurde - eine
ideale Nische also für den Segelflug als nicht-motorisierten
Flug.
Radarkuppe als Relikt des Kalten Krieges - heute
Aussichtsplattform, Kulturstätte und Landmarke Radom Wasserkuppe
Die
Bundes-Luftwaffe hat ihren ehemaligen Standort auf der
Wasserkuppe verlassen, die letzte verbliebene Radarkuppel
findet zukünftig als Aussichtsturm und Veranstaltungsort
weitere Verwendung.Die
Radarkuppel (Radom)
ist eine weithin sichtbare Landmarke und untrennbar mit der
Wasserkuppe und der Rhön verbunden. Die Radom gGmbH betreibt
das ehemalige militärische Gebäude, öffnet es für Besucher
und führt ganzjährig kulturelle Veranstaltungen durch.
Mit dem
Beinamen "Wiege des Segelflugs" versehen und damit wohl für
immer mit dem Flugsport verbunden, ist es wenig
verwunderlich, daß auch heute noch fast unzählige Freunde
des motorlosen Flugsport Jahr für Jahr zur Wasserkuppe
"pilgern" um diesen für sie ganz besonderen Ort zu besuchen.
Auf der Wasserkuppe befindet sich auch heute noch ein mit
etwa 20.000 Starts und Landungen pro Jahr sehr gut
frequentierter Flugplatz für Segelflugzeuge und kleine
Motorflugzeuge. Auch die älteste Segelflugschule der Welt
ist auf der Wasserkuppe beheimatet sowie eine weitere
Flugschule die sich auf Drachen- und Gleitschirmflug
spezialisiert hat und in diesem Bereich als die beliebteste
Flugschule Deutschlands gilt.
Der
Fluss Fulda entspringt in der Rhön auf dem höchsten Berg
Hessens. Die Fuldaquelle auf der Wasserkuppe gehört zu etwa
30 Quellen die auf der Wasserkuppe entspringen und für den
Wasserreichtum des Berges zeugen. Die Fuldaquelle ist dabei
sicherlich die bekannteste Quelle auf der Wasserkuppe und
ist auch entsprechend prominent in Basaltsteine gefasst und
mit Hinweisschildern ausgewiesen. Vom Parkplatz
"Fuldaquelle" einfach die Straße überqueren und schon steht
man vor dem schönen Quellort mit viel Basalt.
Das
Wasserkuppenmassive besteht neben der eigentlichen
Wasserkuppe auch noch aus beeindruckenden Nebenbergen und
Gipfeln, die sich in Richtung des Fuldatal erheben und einen
traumhaften Ausblick über die Kuppenrhön, die thüringische
Rhön und bis nach Fulda bieten. Die beiden bekanntesten
Nebengipfel sind der
Pferdskopf mit dem Guckaisee unterhalb des
Gipfels und die
Abtsrodaer Kuppe.
Die Wasserkuppe bietet
zahlreiche Attraktionen für Sport und Freizeit und gehört
damit zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Rhön und
Osthessens. Eines der absoluten Highlights der Wasserkuppe
sind die Sommerrodelbahn und der Rhönbob.
Der
Guckaisee ist ein
idyllisch zwischen Pferdskopf und Eube gelegener Badesee. Im
Sommer zieht der Guckaisee zahlreiche Badegäste an, die im
See schwimmen oder sich auf den Liegewiesen rund um den See
sonnen. Hinzu kommen Gastronomie mit Biergarten direkt am
Guckaisee, so dass der See auch ein schöner Zwischenstopp
bei einer Wanderung rund um die Wasserkuppe ist.
Im
Winter herrscht
auf der Wasserkuppe Hochsaison für Skifahrer. Egal ob
Langlauf, Abfahrt, Snowboard oder der neue Trend Snowkite,
auf der Wasserkuppe sind all diese Wintersportarten bestens
möglich. Die klassischen Skifahrer und Snowboarder
versammeln sich an den Skiliften am Zuckerfeld und an der
Märchenwiese, die Langläufer in den speziell gespurten
Loipen auf und um die Wasserkuppe und die Snowkiter freuen
sich auf die freien Flächen oben auf der Wasserkuppe im
Bereich des Flugplatzes. Die Wasserkuppe ist im Winter
relativ schneesicher und die Pisten sind meist gut
präpariert. Weitere Informationen zu den
Wintersportmöglichkeiten, Loipen, Liften mit Lage,
Skipisten, Öffnungszeiten etc. gibt es unter den
nachfolgenden Links:
Die Wasserkuppe ist am besten
über den Ort
Gersfeld / Rhön
zu erreichen. Von Gersfeld aus ist die Wasserkuppe gut
beschildert und die Fahrt hoch auf den Berg erfolgt über den
Hochrhönring.
Gersfeld
selbst liegt an der
Bundesstrasse B 279 unweit von Fulda und nah zu den
Autobahnen A 7 Würzburg / Kassel und A 66 aus Richtung
Frankfurt / Hanau.
Parkplätze gibt es direkt oben auf der Wasserkuppe am
Rhön-Info-Zentrum und Flugplatz, sowie weiter unterhalb des
Gipfeld zum Beispiel an der Fuldaquelle. Wer zur Wasserkuppe
zumindest einige Meter laufen möchte, der kann etwa am
Guckaisee parken und vom schönen Bergsee aus zur Wasserkuppe
die relativ kurze Strecke hoch wandern.