Wasserkuppe
Berg der Flieger und
höchster Berg Hessens und der Rhön
Die Wasserkuppe ist mit 950 Metern Höhe
über dem Meeresspiegel der höchste Berg Hessens und
der Rhön. Doch nicht nur die Höhe der Wasserkuppe
sondern auch eine bewegte Geschichte rund um die Wasserkuppe machen den
Berg zu einer besonderen Attraktion in Hessen und der Rhön.
Geschichtliche Bedeutung hat die Wasserkuppe vor allem im Zusammenhang
mit der Erfindung des Segelfluges aber auch zum Beispiel aufgrund ihrer
strategischen Bedeutung zur Zeit des Kalten Krieges. Die
heutigen Sport- und Freizeitmöglichkeiten rund um den Gipfel machen die
Wasserkuppe neben dem Kreuzberg zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der
Rhön.
Vor dem
Reichstagsgebäude in Berlin hat der
Parlamentarischer Staatssekretär im
Bundesfinanzministerium, Hartmut Koschyk, dem Fuldaer
Bundestagsabgeordneten Michael Brand und einer
heimischen Delegation an der Spitze mit Dr. Manfred Neidert,
Vizepräsident der Gesellschaft zur Förderung des
Segelfluges
(GFS), Harald Jörges, Leiter der Fliegerschule Wasserkuppe,
und
Poppenhausens
Bürgermeister
Manfred Helfrich am Montag die Erstdrucke der Sonderbriefmarke
„Segelflug auf der Wasserkuppe“ offiziell
übergeben.
„Der
Bundesfinanzminister
würdigt mit der Sondermarke die 100jährige, bis heute
lebendige Geschichte des Segelfluges“, so
Staatssekretär
Hartmut Koschyk in einer Feierstunde im Deutschen Bundestag und verwies
auf die traditionell gute Verbindung zwischen Berlin und der
Rhön.
So landete, als 1923 das Fliegerdenkmal am Westhang der
Wasserkuppe vor 30.000 Menschen eingeweiht worden ist, dort
am
darauf folgenden Flugtag am Abend im dichten Nebel ein Motorflugzeug
des Deutschen Aero-Lloyd, das drei Stunden vorher in Berlin-Staaken
gestartet war. „Es war damit das erste Motorflugzeug, dass
auf
der Wasserkuppe landete. Sie sehen also: schon damals bekam der
Segelflug Unterstützung aus Berlin.“ [weiter
...]
Die Rhön und speziell die Region rund um
die Wasserkuppe hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer beliebten
Urlaubs- und Erholungsregion entwickelt. Zahlreiche Hotels, auch
Wellness-Hotels, Ferienhäuser, Pensionen,
Campingplätze und auch private Ferienwohnungen stehen in der
Region zur Auswahl und bieten auch ein attraktives
Preis-Leistungsverhältnis. Eine große Auswahl an
Übernachtungsmöglichkeiten und Unterkünften
in der Rhön gibt es auf den Seiten von www.rhoentourist.de
Die Wasserkuppe ist die
Geburtsstätte des modernen Segelfluges. Kein Wunder dass also
direkt auf den Höhen der Wasserkuppe das Deutsche
Segelflugmuseum umgeben von Flugplatz, Flugschulen und Hangars
beheimatet ist. Doch wie und wann hat alles begonnen? Der Segelflug
wurde Anfang des 20. Jahrhunderts auf der Wasserkuppe erfunden.
Flugpioniere der Technischen Hochschule Darmstadt führten
zwischen 1911 und 1914 zahlreiche Gleitflüge auf der
Wasserkuppe durch. Flughistorische Ereignisse wie der Weltrekord 1912
von Hans Gutermuth auf der F.S.V.X, der erste bemannte Raketenflug der
Welt von Fritz Stamer, Martens Rekordflug auf dem Vampyr oder der Flug
eines der ersten funkferngesteuerten Flugmodelle fanden hier statt. Der
eigentliche Durchbruch des Segelflugs und ausschlaggebender Punkt
für seine konsequente Weiterentwicklung war
schließlich der verlorene Erste Weltkrieg mit der Konsequenz,
dass der motorisierte Flug in Deutschland verboten wurde - eine ideale
Nische also für den Segelflug als nicht-motorisierten Flug.
Radarkuppe als Relikt des Kalten Krieges - heute
Aussichtsplattform, Kulturstätte und Landmarke Radom
Wasserkuppe
Die Bundes-Luftwaffe hat ihren
ehemaligen Standort auf der Wasserkuppe verlassen, die letzte
verbliebene Radarkuppel findet zukünftig als Aussichtsturm und
Veranstaltungsort weitere Verwendung.Die Radarkuppel
(Radom)
ist eine weithin sichtbare Landmarke und untrennbar mit der Wasserkuppe
und der Rhön verbunden. Die Radom gGmbH betreibt das ehemalige
militärische Gebäude, öffnet es für
Besucher und führt ganzjährig kulturelle
Veranstaltungen durch.
Mit dem Beinamen "Wiege des
Segelflugs" versehen und damit wohl für immer mit dem
Flugsport verbunden, ist es wenig verwunderlich, daß auch
heute noch fast unzählige Freunde des motorlosen Flugsport
Jahr für Jahr zur Wasserkuppe "pilgern" um diesen für
sie ganz besonderen Ort zu besuchen. Auf der Wasserkuppe befindet sich
auch heute noch ein mit etwa 20.000 Starts und Landungen pro Jahr sehr
gut frequentierter Flugplatz für Segelflugzeuge und kleine
Motorflugzeuge. Auch die älteste Segelflugschule der Welt ist
auf der Wasserkuppe beheimatet sowie eine weitere Flugschule die sich
auf Drachen- und Gleitschirmflug spezialisiert hat und in diesem
Bereich als die beliebteste Flugschule Deutschlands gilt.
Der
Fluss Fulda entspringt in der Rhön auf dem höchsten
Berg Hessens. Die Fuldaquelle auf der Wasserkuppe gehört zu
etwa 30 Quellen die auf der Wasserkuppe entspringen und für
den Wasserreichtum des Berges zeugen. Die Fuldaquelle ist dabei
sicherlich die bekannteste Quelle auf der Wasserkuppe und ist auch
entsprechend prominent in Basaltsteine gefasst und mit Hinweisschildern
ausgewiesen. Vom Parkplatz "Fuldaquelle" einfach die Straße
überqueren und schon steht man vor dem schönen
Quellort mit viel Basalt.
Das
Wasserkuppenmassive besteht neben der eigentlichen Wasserkuppe auch
noch aus beeindruckenden Nebenbergen und Gipfeln, die sich in Richtung
des Fuldatal erheben und einen traumhaften Ausblick über die
Kuppenrhön, die thüringische Rhön und bis
nach Fulda bieten. Die beiden bekanntesten Nebengipfel sind der Pferdskopf
mit dem Guckaisee unterhalb des Gipfels und die Abtsrodaer Kuppe.
Die Wasserkuppe bietet zahlreiche Attraktionen
für Sport und Freizeit und gehört damit zu einem der
beliebtesten Ausflugsziele der Rhön und Osthessens. Eines der
absoluten Highlights der Wasserkuppe sind die Sommerrodelbahn und der
Rhönbob.
Der
Guckaisee
ist ein idyllisch zwischen Pferdskopf und Eube gelegener Badesee. Im
Sommer zieht der Guckaisee zahlreiche Badegäste an, die im See
schwimmen oder sich auf den Liegewiesen rund um den See sonnen. Hinzu
kommen Gastronomie mit Biergarten direkt am Guckaisee, so dass der See
auch ein schöner Zwischenstopp bei einer Wanderung rund um die
Wasserkuppe ist. Auch der Hochrhöner,
der Premiumwanderweg durch die Rhön, hat dem Guckaisee eine
Extratour gewidmet und führt den Wanderer hin zum idyllischen
Bergsee.
Im Winter herrscht auf der
Wasserkuppe Hochsaison für Skifahrer. Egal ob Langlauf,
Abfahrt, Snowboard oder der neue Trend Snowkite, auf der Wasserkuppe
sind all diese Wintersportarten bestens möglich. Die
klassischen Skifahrer und Snowboarder versammeln sich an den Skiliften am
Zuckerfeld und an der Märchenwiese, die
Langläufer in den speziell gespurten Loipen auf und um
die Wasserkuppe und die Snowkiter freuen sich auf
die freien Flächen oben auf der Wasserkuppe im Bereich des
Flugplatzes. Die Wasserkuppe ist im Winter relativ schneesicher und die
Pisten sind meist gut präpariert. Weitere Informationen zu den
Wintersportmöglichkeiten, Loipen, Liften mit Lage, Skipisten,
Öffnungszeiten etc. gibt es unter den nachfolgenden Links:
Die Wasserkuppe ist am besten über den Ort
Gersfeld
/ Rhön zu erreichen. Von Gersfeld aus ist die Wasserkuppe
gut beschildert und die Fahrt hoch auf den Berg erfolgt über
den Hochrhönring. Gersfeld
selbst
liegt an der Bundesstrasse B 279 unweit von Fulda und nah zu den
Autobahnen A 7 Würzburg / Kassel und A 66 aus Richtung
Frankfurt / Hanau.
Parkplätze gibt es direkt oben auf der Wasserkuppe am
Rhön-Info-Zentrum und Flugplatz, sowie weiter unterhalb des
Gipfeld zum Beispiel an der Fuldaquelle. Wer zur Wasserkuppe zumindest
einige Meter laufen möchte, der kann etwa am Guckaisee parken
und vom schönen Bergsee aus zur Wasserkuppe die relativ kurze
Strecke hoch wandern.